Startseite
Übersicht

Impressum

Home-HiFi

Surround

Video

Car-HiFi-Grundlagen

Car-HiFi-FAQs

Steckerbelegungen

Lautsprecherselbstbau

Lautsprecher-FAQs

Lautsprecher-Daten

Software-Download

Boxen-Projekt 1
Boxen-Projekt 2

Boxen-Projekt 3

Boxen-Projekt 4

Boxen-Projekt 5

Boxen-Projekt 6

Boxen-Projekt 7

Boxen-Projekt 8

Boxen-Ideen (PA)

Frequenzweichen-FAQs

Schaltungen (Audio)

Elektronik-Selbstbau

Car-Installationen

Elektronik-Projekte

Stand 09.09.2016

Mein erstes Boxen-Selbstbau-Projekt

von K. Föllner



Subwoofer:

Ich betrieb mein Heim-System mit zwei 10 Zoll Subwoofern, um die entsprechende Menge (je nach Musikstil) Tiefbass (unter 60 Hz) freizusetzen. Dann geht es auch noch eine Oktave tiefer. Dies kann aktiv aber auch passiv, mit entsprechenden Aufwand geschehen. Die aktive Version ist aber besser. Bei der passiven Variante muss unbedingt die Impedanz linearisiert werden, beim Subwoofer auf jeden Fall, wird noch ein Hochpass (Frontboxen) verwendet, sollten auch diese linearisiert werden, dann ist auch Bi-wiring sehr empfehlenswert, damit der Hochtöner seine Signale nicht auf Umwegen (durch den zweiten Hochpass) bekommt. Ich verwende die beiden 25cm Subwoofer in einer Bassreflex-Abstimmung mit einem fu von ca. 30 Hz. Das dazu verwendete Volumen von etwa zwei mal 40 l (netto) ist zwar für Wohnraumverhältnisse groß, aber noch akzeptabel. Tiefbassattacken sind damit kein Problem. Der Bass ist halbwegs straff, aber extrem tief reichend und druckvoll. - You can feel it - beim richtigem Titel in entsprechender Lautstärke im Magen und auf dem Brustkorb. - aber wer will das schon?! Dieser Tiefgang geht jedoch auf Kosten des Wirkungsgrads. Bei beiden Chassis liegt er laut Katalogangaben deutlich unter 90dB. So ist auch die Maximallautstärke (um 110dB) nur auf Wohnräume zugeschnitten, da die Chassis nur eine geringe Belastbarkeit (je 150W Musik) besitzen.
Der dazu verwendete Lautsprecher kann auch im Car-HiFi-Bereich eingesetzt werden, entweder als Reflex- oder Bandpass-System. Das Ergebnis ist hervorragend, wenn man bedenkt, dass ein Chassis unter 40,- Euro kostete. Die Chassis kommen von der russischen / litauischen (?) Firma Radiotechnika. Es gibt (oder gab?) aber diverse Nachbauten (oder sind es nur umgelabelte Exemplare?) auf dem deutschen Markt (z.B. McVoice).

Passivweiche Subwoofer

Auf dem unteren Bild kann man den Subwoofer hinter dem Omnipolarsystem sehen. Darauf liegt die damals verwendete passive Frequenzweiche.
Der 12dB-Tiefpass (Siehe oberes Bild) besteht aus 15mH-Ferrit-Spule (L1) und entsprechenden Kondensator: ein 220uF-Bipolar-Elko (C2) mit parallel geschalteter 22uF-Folie (C1).
Die Impedanzkorrektur besteht aus einem RLC-Saugkreis und einer RC-Kombination.
RLC: Spule (L2) Widerstand R1 und Kondensator C3
Die RC-Kombination ist ein 10Ohm/10W-Widerstand (R2) mit 10uF Bipolar-Elko (C4).

Subwoofer
                  (Background)

Bezeichnung: Radiotechnika GDN75P, der auch in der 3-Wegebox S-150 eingesetzt wurde:

Parameter Angaben Katalog 1 Angaben Katalog 2
Resonanzfrequenz fs= 30 Hz fs=25Hz
Gesamtgüte Qts=0,46 Qts=0,35
elektrische Güte Qes=0,51 -
Äquivalentvolumen Vas=82l Vas=52,1l
Impedanz (DC-Widerstand) 8Ohm  8Ohm (5,6Ohm)
Wirkungsgrad (SPL) SPL=88dB/Wm SPL=86,5dB(?)
Belastbarkeit (RMS/Musik)
100/200W 75/150W
Membranfläche Sd
346 qcm -
Nachbau McVoice GT75GDN

Bester Kompromiss Bassreflex 65l, 10cm Rohr 45cm lang, so ist eine untere Grenzfrequenz von unter 35Hz drin. Ich verwende aufgrund der Außenabmaße 7cm-Rohre mit 34,8cm Länge. Innen wurde eine abgerundete Scheibe (Durchmesser 15cm) um das Rohr geklebt, um die hörbaren Luftbewegungen noch etwas zu reduzieren.
Obwohl ich die Angaben aus Katalog 1 favorisiere, kann man auch bei denen nicht sicher sein. Die anderen Angaben enthalten oft Widersprüche, besonders zum Wirkungsgrad.
Schwachpunkt bei der Belastung sind die Litzen zur Membran, die kann man verstärken, dann geht noch mal etwas mehr Leistung, P=200Wrms sind dann ohne weiteres machbar.

Hier die Außenmaße des Subwoofers. Oben ist die Ansicht von vorn, darunter die von oben, wo jeweils ein Reflexrohr zu sehen ist

Größe des
                Subwoofers

Magnetische Schirmung ist bei Abständen von weniger als ca. 1,20m zu anderen Geräten (vor allem Röhren-TV) unbedingt nötig, denn die Magneten sind extrem stark.

Update:

Klangbeschreibung:
Als alles noch passiv betrieben wurde, war das Ergebnis leider alles andere als perfekt. Tiefgang ja, Präzision nur Durchschnitt, relativ wenig Druck.
Nun verwende ich eine aktive Frequenzweiche (Flankensteilheit 12 dB/Oktave, Grenzfrequenz ca. 80 Hz) mit Extra-Endstufe 2 x 100W/8Ohm (RMS). Damit war erstaunlicherweise (im Raum) der Bass sehr druckvoll und pegelfest. Den geringen Wirkungsgrad aus den Katalogen kann ich da nicht so richtig glauben, 90dB scheinen es schon zu sein. Was weiter auffällt: Wählt man die Trennfrequenz größer als 100...120 Hz wird die obere Resonanz deutlich hörbar, alles wird brummig. Präzision ist dann hier echt mies... Auch die Reflexrohre sind mit je 41cm² (ca. 11,8% der Membranfläche) und der Länge von 34,8cm an der Grenze, der Subwoofer "atmet" bei normaler Belastung hier ziemlich stark.

Das Teil wird deshalb zusätzlich bei Partys eingesetzt, um die zwei Vollbereich-Frontsysteme (ziemlich linear) im Bassbereich noch zu unterstützen.
Das führt dann eher zu einem Boom-Box-Verhalten, was bei Partys aber nicht von Nachteil ist.
Dazu kamen zwei 12"-Lautsprechergitter zum Schutz vorn drauf.


Später kamen noch 2 Speakon-Buchsen und 8 Kugelecken hinzu:
Subwoofer mit Aluleisten